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Naturns-Dimaro

Heute hatten wir bereits um 8:45 Uhr ca. 700 hm bezwungen, ja ... mit der Seilbahn. Na und?

Weiter ging es dann in Richtig Vigiljoch auf die seit Tagen übliche Art, selber pedalieren. Über ein herrliches Plateau jenseits der Naturnser Alm führte uns ein Singletrail in eine fast Senkrechte Abfahrt. Über die Weide eines kleinen Alpenhofes erreichten wir wieder fahrbaren Untergrund.

Bei über 30 Grad begann dann die Hitzeschlacht des Tages. Eine kleine Bergstrasse führte uns endlose Kilometer auf und ab durch die Berge in Richtung St. Walburg, wo wir endlich die heiße Luft aus den Trinkflaschen lassen konnten. Für den Aufstieg zum Rabbijoch bevorrateten wir uns mit den gewohnten Energiespendern Bananen, trockene Brötchen und Würstchen jeder Art.

Die Anfahrt nach St. Gertraud, zun Einstieg in das Rabbi-Tal nahmen wir bei über 35 Grad unter unsere Reifen. Irgendwie kamen dann auch alle an.

Nochmal etwas Essen, Vorräte im örtlichen Laden auffüllen, soviel trinken wie rein passt (ist im übrigen eine ganze Menge) und Abfahrt zum Rabbi-Joch in 2460 Metern Höhe. 

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und langsam fährt und läuft der Mountainbiker bergauf. Eine Fritatensuppe (Brühe mit Eierkuchen) und ein kühles Weizenbier bringen die Lebensgeister kurzzeitig wieder zurück. 

Nach endlosen schieben und klettern stehen wir endlich vor dem großen Steinmann, wir sind oben, fast! Ganz oben ist eine halbe Stunde später. 

An der Haselgruber Hütte machen wir eine nur kurze Pause, es ist schon 19:30 Uhr und auch in den Alpen wird es mal dunkel.

Über die Mala Caldesa, einem der schönsten Single-Trails in den Alpen, und eine gefühlt endlose Abfahrt über kleine Gebirgsstrassen erreichen wir gegen 21 Uhr Male.

Ohne Licht und die örtliche Polizei immer mal wieder in Sichtweite kommen wir im Dunkeln in Dimaro an.

Um unser Hotel zu finden, setzen wir alle unsere letzten Nerven ein. Gegen 22 Uhr stehen wir dann endlich an der Rezeption und versuchen in deutsch, englisch und italienisch oder irgend etwas dazwischen der Rezeptionistin klar zu machen was wir wollen.

Nach einer heißen Dusche sitzen wir gegen 22.30 Uhr in einer Pizzeria und essen Schnitzel mit Pommes. (Ja ja ich weiß, aber etwas anderes gab es nicht mehr)

Kurz vor Mitternacht vielen wir wie tot ins Bett. Trotz der enormen Lautstärke der örtlichen Discothek hatten wir nach 13 Stunden Tourzeit beim Einschlafen kein Problem. 

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